Weidinger's Reise-Homepage                       

Tag 3 - Samstag, 08.01.2011 - Arc de Triomf, Parc de la Ciutadella usw...


Heute ist ein traumhaft sonniger Tag, 20 Grad warm! Es wird ja immer besser... :-) Wir haben beschlossen den heutigen Tag mit dem Arc de Triomf zu beginnen, natürlich nehmen wir wieder die Metro, um dorthin zu gelangen (Station "Arc de Triomf").


Arc de Triomf: Triumphbogen in Barcelona

Der Triumphbogen aus Backstein wurde 1888 zur Weltausstellung in Barcelona gebaut und liegt auf einer von Palmen gesäumten Promenande zwischen dem Passeig de Lluís Companys und dem Passeig de Sant Joan. Der 30 Meter hohe Arc de Triomf war das Haupteingangstor zur grossen Ausstellung. Die Seiten des Bogens werden von vier Frauenstatuen geschmückt.

Der Architekt Josep Vilaseca i Casanovas hat den roten Bogen im neu-maurischen Stil gebaut. Auf der Front des Arc de Triomf ist die Steinskulptur Barcelona rep les nacions ("Barcelona heißt die Nationen willkommen") zu sehen. Die gegenüberliegende Seite zeigt die Arbeit Recompense. Oben auf dem Bogen sind das Wappen Barcelonas und die Wappen der spanischen Provinzen angeordnet.
Auch wenn sich Barcelonas Arc de Triomf nicht mit dem in Paris messen kann, sind wir trotzdem beeindruckt. Sieht doch echt klasse aus, oder?

Nachdem wir uns satt gesehen haben, laufen wir die Promenade entlang zum Parc de la Ciutadella.

Parc de la Ciutadella


Der Park de la Ciutadella ist ist eine recht idyllische und sicher die grünste Oase inmitten der Millionenstadt. Er lädt zum Entspannen und schönen Spaziergängen oder Picknicken ein. Man kann sogar mit Ruderbooten auf dem See  fahren. Auf dem Parkgelände fand 1888 die Weltausstellung statt und etliche der dafür errichteten modernistischen Gebäude sind erhalten geblieben. Wir haben folgende Gebäude entdeckt:

Castell dels tres dragons (Burg der drei Drachen)

Picture
Im nördlichsten der Gebäude, im Castell dels Tres Dragons (Burg der drei Drachen), ist das Zoologische Museum untergebracht. Das Backsteinhaus ist ein Beispiel des frühen Modernisme. Das Gebäude wurde 1887 vom Architekten Lluis Domènech i Montaner, einem der führenden Vertreter des katalanischen Jugendstils, erbaut. Seit 1920 beherbergt es das Zoologische Museum. Die Bauweise mit Backsteinen und tragenden Stahlementen wurde der damals sehr berühmten Amsterdamer Börse abgeschaut. Die Türmchen und Zinnen erinnern an den maurischen Baustil. 

Umbracle - das tropische Gewächshaus

Picture
Das Umbracle ist eine Holz-, Backstein- und Glas-Konstruktion. In ihm wachsen grosse tropische Pflanzen, die den Schatten der großen Urwälder bevorzugen. Obwohl dieses Gebäude dringend eine Sanierung gebrauchen könnte, bietet es doch eine sehr beeindruckende Atmosphäre im Inneren. Architekt war ebenfalls Amargós, der es zur Weltausstellung 1888 fertig stellte.

Nun gehen wir weiter in Richtung grossen See in der Mitte des Parkes. Dort stossen wir auf die Cascada, einen Brunnen mit Greifen und Meeresgottheiten. Die Grotte war eine von Gaudis ersten Projekten.

Cascada

Ein wunderschöner Brunnen mit einer beeindruckenden goldenen Statue auf der Spitze, der von Josep Fontserè und seinem Assistenten, Antoni Gaudí, erbaut wurde. Er wird die Cascada genannt und hat sogar einen kleinen Triumphbogen mit einem kleinen Wasserfall eingebaut. Die Inspiration für die Cascada war der berühmte Trevi Brunnen in Rom, Italien!
Auf unserem weiteren Spaziergang Quer durch den Park kommen wir an diversen schönen Bäumen und Palmen vorbei, bis wir beim grossen See landen. Wir lieben die Palmen und hier gibt es wirklich viele davon...

Parlament de Catalunya

Picture
Letztendlich kommen wir beim Parlament de Catalunya an. Das Parlament de Catalunya kann jeweils am 1. Freitag im Monat mit einer Führung (in Katalanisch) besichtigt werden. Ebenso ist das Gebäude am 11. September (dem katalanischen Nationalfeiertag) und am 12. September zur Besichtung freigegeben. Im Parlamentsgebäude befindet sich das Museu d'Art Modern.

Beim südlichen Ausgang befindet sich noch der Zoo von Barcelona, aber dafür haben wir leider keine Zeit. Auch dieses Areal wurde vor der Eröffnung des Zoos 1892 für die Weltausstellung 1888 genutzt. Einer der Schwerpunkte des Zoos sind die Primaten und das Delphinarium, welches auch täglich eine Delphinshow veranstaltet.

Auf unserem weiteren Wegverlauf kommen wir am "Estacio De França" vorbei, übersetzt: Französischer Bahnhof.

Picture
Im Jahre 1848 wurde die Bahnlinie von Barcelona nach Mataró eröffnet und ein einfaches Bahnhofsgebäude mit 2 Bahnsteighallen und 4 Abfahrtsgleisen am Ausgangspunkt der Bahnlinie erbaut. Barcelona Estación de França zählte und zählt auch heute noch zu einem der schönsten Bahnhöfe Spaniens und Europas. Seine vielfältige Architektur, seine hochglänzenden Marmorböden sowie die feine Innengestaltung der Gebäude lassen einem leicht von vergangenen Zeiten träumen und schwärmen.

Unser nächstes Ziel ist nun die berühmte Kirche Santa Maria del Mar, die wir durch eine Seitengasse erreichen.

Santa Maria del Mar

Im Viertel la Ribera steht die gotische Kirche Santa Maria del Mar. Inmitten der engen Strassen hat man leider kaum die Möglichkeit die gsieht man die Kirche kaum in ihrer Gänze. Das Besondere an der Kirche ist die Einheitlichkeit des Baustils: Der Bau wurde relativ zügig vollendet, die Bauzeit dauerte nur von 1329 bis 1383. Architekten waren Berenguer de Montagut und Ramon Despuig. Noch während der Bauzeit kam es 1379 zu einem Ereignis das die Bauarbeiten verzögerte: Ein Feuer zerstörte Teile des Gebäudes. Am 15. August 1383 konnte dann die erste Messe gelesen werden. 1428 zerstörte ein Erdbeben die Fensterrose der West-Fassade, es dauerte einige Jahre bis es ersetzt wurde.
Nach der Besichtigung gehen wir durch die vielen engen Gassen und halten Ausschau nach einem Café, da wir bis jetzt noch nichts gegessen haben. Für ein Mittagessen ist es leider noch zu früh. Wir haben Glück und kommen per Zufall am "Grandja La Pallaresa" vorbei. Es sieht ganz unscheinbar aus, präsentiert aber in seinen Auslagen wirklich gute Süssigkeiten... also nichts wie rein mit uns!  Die Atmosphäre da drinnen ist so herrlich entspannend und irgendwie fühlen wir uns sogar ein bisschen heimisch. Hier wird man richtig verwöhnt in dieser typisch katalanischen Xocolateria. Seit 1947 gibt es das "Granja la Pallaresa". Pepe, der stolze Besitzer bereitet seinen Gästen gerne einen Cappuccino Catalan zu: Eine Mischung aus Schokolade, Kaffee und Sahne. Eine weitere Spezialität die man unbedingt probieren muss, ist die heisse, dickflüssige Schokolade - fast schon eine Art Pudding... aber nur fast. Das testen wir nun auch! Dazu gibt's noch ein Schoko-Croissant und einen Orangensaft. Ich habe ja schon viele Schoko-Croissants gegessen, aber dieses hier ist mit Abstand das beste was ich je hatte!!! Wir können nur sagen: Dieses Café ist ein echter Glücksgriff und ein richtiger Geheimtipp!
Da es schon wieder fast 14.00 Uhr ist, suchen wir nach kurzem Spaziergang wieder unser Lieblingsrestaurant „XALOX“ auf, wo wir dieses Mal jeder einen Teller Schinken und Tomatenbrot bestellen. Wir geniessen es in vollen Zügen… denn dies ist nun das letzte Mal, dass wir diese Gaumenfreuden geniessen können. 3 Tage Barcelona sind schon kurz, 1-2 Tage länger hätten wir es noch locker hier ausgehalten. Na ja, wir geniessen also den Moment…

Danach schlendern wir weiter durch die Altstadt und gelangen zum Plaza Sant Felip Neri.

Plaza Sant Felip Neri

Picture


Der malerische  kleine Platz im Gotischen Viertel ist ein idyllischer Ruhepunkt mitten im Labyrinth der Altstadtgassen und liegt nur in wenigen Metern Distanz zur Kathedrale Barcelona's (La Catedral). Sehenswert hier ist die Barockkirche Sant Felip Neri, eine gotische Kirche, die während des spanischen Bürgerkrieges bombardiert wurde. 


Wir laufen weiter durch die schmalen Strassen, in denen viele kleine Antiquitätengeschäfte und andere Shops untergebracht sind, welche nicht nur in Spanisch sondern auch auf Jüdisch angeschrieben sind. Es handelt sich hier um das ehemalige jüdische Viertel El Call, das vom 12. bis 14. Jh. seine Blütezeit erlebte.

Irgendwie irren wir durch die vielen romantischen Gassen, keine Ahnung wo wir eigentlich entlang gelaufen sind, und landen plötzlich bei einem weiteren Markt, der sehr interessant aussieht. Also nichts wie rein! Es handelt sich hier um den
Mercat de Santa Caterina.

Mercat de Santa Catarina

Jeder Barcelona-Tourist schwärmt vom weitaus bekannteren Boqueria-Markt. Noch viel besser gefällt uns persönlich aber dieser etwas kleinere Santa Caterina-Markt. Der Markt wird vor allem von Einheimischen und Gastronomen besucht. Das Gebäude ist architektonisch eine Augenweide, im Inneren kommt es uns viel sauberer und aufgeräumter vor. Auch ist der Platz zwischen den die Ständen grosszügiger bemessen. Das Warenangebot ist durchaus vergleichbar mit dem grossen Bruder, jedoch bummelt es sich wesentlich enstpannter, da hier bedeutend weniger Menschen unterwegs sind. Der Mercat de Santa Caterina hat sehr gute Produkte zu sehr guten Preisen. Deshalb testen wir nun auch hier zuerst einen Orangensaft und danach kaufen wir für uns zu Hause vier Platten vom teuren Schinken ein…damit wir auch zu Hause noch ein wenig von Barcelona’s Spezialität zehren können *juhui*  ;-)

Von hier aus spazieren wir durch diverse Einkaufsstrassen bis rauf zum Placa de Catalunya, von wo aus wir wieder die La Rambla bis zum Hafen runter laufen. Dieses Mal bleiben wir auf der La Rambla und beäugen hier nochmals die vielen Strassenkünstler, Marktstände und schönen Gebäude. 
Beim Port Vell angelangt schlendern wir über die Holzbrücke zum Magenarium, wo wir uns im Restaurant "Tapa Tapa" einen Platz in der Sonne suchen. Morgen sind wir ja schon wieder im kühlen Liechtenstein, da wollen wir jetzt noch jeden warmen Sonnenstrahl aufnehmen, den wir kriegen können ;-)
Wie der Name schon sagt, gibt es hier diverse Tapas. Jeder hat eine Unterlage mit Fotos der Tapas auf dem Tisch, damit man die Köstlichkeiten schnell und einfach bestellen kann. Wir entscheiden uns für Schinkenbrötchen, Käsekroketten und Pommes mit allioli (Knochblauchsauce) und dazu einen Liter-Krug Sangria. Bei angenehmen 20 Grad in der Sonne sitzend, geniessen wir unsere Häppchen und trinken die superleckere Sangria. Als wir fertig sind, bringt uns der Kellner automatisch die Nachspeisenkarte – tja, da kann ich natürlich als Schleckermaul wieder mal nicht widerstehen und bestelle eine „Drei-Schokoladen-Mousse“, Helmut seine übliche „Crema Catalana“. Mit Genuss verschlingen wir diese Gaumenfreuden :-)  Wir kommen uns vor wie im Schlaraffenland *grins*

Leider neigt sich der Tag schon wieder dem Ende zu. So lange als möglich geniessen wir das bunte Treiben hier im Hafen. Eigentlich wollten wir ja auch noch Abendessen gehen, aber da wir beide von diesen Tapas wirklich satt sind, gibt’s als letztes noch einen kleinen Verdauungsspaziergang um den Hafen bei schöner Abenddämmerung... 

Hier die letzten Bilder:
Tja, nun fahren wir also ein letztes Mal mit dem Taxi zurück zum Hotel und dann heisst es Koffer packen. Zum Glück haben wir für diese 3 Tage ja nicht wirklich viele Klamotten dabei, deshalb haben wir dies schnell erledigt. Morgen müssen wir ja leider schon um 3 Uhr morgens aufstehen! Uff…

Ich kann nur sagen: Auch den heutigen Tag haben wir wieder sehr genossen. Es war richtig toll!

Picture