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Tag 1 - Donnerstag, 06.01.2011 - Vom Plaça de Catalunya bis zum Strand


Guten Morgen Spanien! Das Wetter heute ist bewölkt, manchmal kommt die Sonne durch - wir haben angenehme Temperaturen von 16 Grad! Ist das nicht herrlich? Als wir das Hotel verlassen, machen wir uns auf die Suche nach der nächsten Metro-Station. Auf dem Weg dorthin kommen wir bereits bei der ersten Sehenswürdigkeit vorbei: 
  

Torre Agbar

Der Torre Agbar im Stadtteil Poble Nou ist eine 142 Meter hohe Konstruktion aus Beton, Stahl, Glas und Aluminium und wurde in den Jahren von 1999 bis 2006 nach Plänen des französischen Architekten Jean Nouvel errichtet. Der markant in den Himmel ragende Agbar Turm ist mittlerweile zu einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt geworden. Auftraggeber für das spektakuläre Bauwerk an der Plaça Glories Catalanes, dem grössten Verkehrsknotenpunkt der Stadt, waren die Städtischen Wasserwerke von Barcelona, deren Hauptverwaltung in dem 32-stöckigen Bürokomplex untergebracht ist.
Der Torre Agbar besteht aus einem inneren und einem äusseren ovalen Zylinder. Die 16'000 Quadratmeter grosse, glitzernde Fassade soll mit einem bunten Farbenspiel eine Wasserfontäne darstellen. Dieser visuelle Effekt wird durch polierte Aluminiumplatten verursacht, die an der Aussenfassade des inneren Zylinders angebracht und in über 40 verschiedenen Lackfarben angemalt sind. Dabei lösen sich die Grundfarben Blau, Grün und Grau zur Spitze des Agbar Turms hin auf und erzeugen eine Reihe unterschiedlichster Farbnuancen. Verstärkt wird dieses atemberaubende Farbenspiel durch 60'000 transparente Glaskacheln, die die Aussenfassade des äusseren Zylinders bedecken und verschiedenartig ausgerichtet werden können. Je nach Lichteinfall reflektieren die Glaskacheln das Sonnenlicht tagsüber in den unterschiedlichsten Farben und erzeugen so ein ständig wechselndes und schillerndes Lichtspiel. Die Baukosten beliefen sich auf 132 Millionen Euro und insgesamt 600 Personen haben an diesem einzigartigen Bauprojekt mitgearbeitet, nicht gerade wenig, würde ich sagen... ;-)
Nachdem wir diesen aussergewöhnlichen Turm bestaunt haben, erreichen wir kurze Zeit später die Metro-Station "Glories". Wir kaufen uns das T10 Ticket (gültig für 10 Fahrten in der Zone 1) für EUR 8.25. Dieses Ticket ist empfehlenswert, da man in Barcelona doch immer wieder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt, es ist wesentlich günstiger als 10 Einzelfahrkarten und es ist zeitlich unbegrenzt gültig. Falls man also nicht alle Fahrten verbraucht hat, kann man das Ticket für den nächsten Barcelona-Urlaub weiter verwenden! Mit der gelösten Fahrt hat man 75 Minuten Zeit um in allen (!) Verkehrsmitteln zu fahren, also auch Umsteigen in Bus usw. ist möglich und zählt als eine Fahrt. Auch kann man die T10 mit anderen Personen teilen. Das haben wir vorher aber leider nicht gewusst, nächstes Mal würden wir zusammen nur noch eine Karte kaufen. 

Um die Metro zu finden, muss man nach einem orangen "M" Ausschau halten (siehe Foto unten). Die Stationen sind alle sehr sauber und man  findet schnell seinen Weg, da alles gut beschildert ist.
Mit der Metro fahren wir als erstes zum Plaça de Catalunya, idealer Ausgangspunkt für die Stadtbesichtigung.

Plaça de Catalunya

Der zentralste Platz Barcelonas ist mit seinen 50'000 Quadratmeter etwa gleich gross wie der Petersplatz in Rom. Er wird von den Einwohnern Barcelonas als das Stadtzentrum bezeichnet. Entstanden ist der Plaça de Catalunya in den Jahren 1902 bis 1929. Er wurde von dem Architekten Francesc Nebot entworfen und am 2. November 1927 von König Alfonso XIII. eingeweiht. Vom Plaça de Catalunya aus gehen alle wichtigen Verkehrslinien ab und hier halten auch die Touristenbusse, so dass man von hier aus wunderbar die ganze Stadt erreichen und besichtigen kann.
Von diesem Platz aus laufen wir Richtung Süden den bekanntesten Boulevard La Rambla (auch: Las Ramblas) runter (1'259 Meter lang), der die Plaça de Catalunya mit dem Hafen verbindet. 

La Rambla (Las Ramblas)

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La Rambla besteht genau genommen aus fünf Strassen hintereinander, schön von Bäumen eingerahmt. Barcelonas Flaniermeile Nummer eins verbindet das Stadtzentrum mit dem Hafen und ist gesäumt von zahlreichen Strassenkünstlern, Geschäften, Märkten, Restaurants und Cafés – sehen und gesehen werden heisst die Devise - und zwar bei Touristen und Einheimischen gleichermassen!

Ziemlich bald entdecken wir einen Starbucks, wo wir uns einen guten Kaffee und einen Orangensaft genehmigen. Wieder auf der La Rambla angelangt, staunen wir über die diversen Strassenkünstler, welche immer ausgefallenere Ideen entwickeln, um an Geld zu kommen :-) 


Auf unserem weiteren Spaziergang sehen wir immer wieder enge, interessante Gässchen, die von der La Rambla weg führen. Eine davon führt uns zur Kirche Santa Maria del Pi, welche sich mitten in der Altstadt befindet. 

Kirche Santa Maria del Pi

Die Santa Maria del Pi, direkt an der Rambla, ist eine gotische Kirche im Stadtteil Barri Gotic, die im 14. Jahrhundert und 15. Jahrhundert errichtet und 1960 restauriert wurde. Der Name der Kirche Santa Maria del Pi bezieht sich auf die Pinien-Bäume, die früher direkt neben der Kirche wuchsen. Die Kirche besteht aus einem einzigen Schiff, welches nahezu auf jegliche Ornamente verzichtet. Nach einem Brand, der Teile der Kirche zerstörte erhielt das Gebäude seine jetztige Front- und Rückseite. Das Wahrzeichen dieser Kirche ist der achteckige, 54 Meter hohe Glockenturm, der etwas später als der Rest des Gotteshauses errichtet wurde. Um die Kirche herum findet man eine lebendige Fußgägerzone mit Cafés und Künstlern. Manche sagen, es sei die schönste Kirche Barcelonas... 
Drei schöne Plätze umschliessen die Kirche: Plaça del Pi, Plaça de Sant Josep Oriol und die kleine Placeta del Pi. Am beliebtesten sind diese Plätze mit ihren grünen Schattenspendern am Wochenende wegen des Kunsthandwerkermarktes und den Café-Sitzplätzen. Dann kann man hier die Zeit vergessen! Wir haben uns beim Plaça de Sant Josep Oriol für die Tapas-Bar "Taller de Tapas" entschieden. Das Taller ist eine Tapas-Kette mit derzeit vier Filialen in Barcelona. Von hier aus können wir die vorbeilaufenden Leute beobachten und endlich den langersehnten katalanischen Schinken "Jamón Ibérico de Bellota"  bestellen, dazu das berühmte Tomatenbrot "Pa amb tomaquet": Ein geröstetes Bauernbrot wird mit einer quer durchgeschnittenen Tomate und Knoblauch eingerieben, gesalzen und mit Olivenöl betraufelt. Wir könnten uns das ganze Wochenende nur von diesem Essen ernähren, so gut schmeckt es!!! 

 

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Helmut mit Schinken und Tomatenbrot

Der Schinken hat übrigens den speziell guten Geschmack, weil er von Schweinen stammt, die mindestens 75% der Iberico-Rasse entstammen und mindestens 40% ihres Lebendgewichtes freilaufend und nur durch Früchte der
 Steineiche (bellota heißt „Eichel“) und Kräuter zugelegt haben. Echt lecker... mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen... *seufz*  :-)

Als wir unsere Schlemmerei beendet haben, entscheiden wir uns durch andere enge Gassen zurück zum La Rambla zu gehen. Auf dem Weg Richtung Hafen sehen wir noch ein paar schöne Gebäude und entdecken per Zufall einen schönen Hof mit grossen Palmen: Plaça Reial.

Plaça Reial

Der Plaça Reial ist ein wunderschöner Platz im Barrio Gòtico-Viertel. Inmitten der Plaça Reial steht ein grosser Brunnen, "Brunnen der Drei Grazien" genannt. Auf dem Platz befinden sich ausserdem grosse Palmen und schöne Laternenpfähle, welche von Antoni Gaudi entworfen wurden. Natürlich hat es auch hier viele Cafés und Restaurants und es herrscht ein reges Treiben. Diesen Platz muss man gesehen haben - er zählt zu den schönsten Barcelonas!
Nach ein paar Schnappschüssen später laufen wir noch den Rest der La Rambla runter bis wir letztendlich bei der Kolumbus-Säule angekommen.

Monumento a Colón

Das so genannte Monumento a Colón, die Kolumbus-Säule in Barcelona, wurde zur Weltausstellung im Jahre 1888 von Gaietà Buigas i Monravà in Erinnerung an den bekannten Entdecker und Seefahrer Christoph Kolumbus erbaut. Christoph Kolumbus, auf Spanisch Cristóbal Colón, zeigt in schwindelerregender Höhe von 60 Metern in Richtung der neuen Welt Amerika. Beim Anblick dieser Statue bekommen wir direkt ein wenig "Heimweh" nach Amerika... *seufz*...

Kolumbus war nach seiner Rückkehr aus Amerika vom damaligen König Fernando und seiner Frau Isabel im Jahre 1493 in Barcelona empfangen worden und deshalb sollte die Säule zu seinem Gedenken an dem Platz aufgestellt werden, wo er in der Stadt angekommen war. Im Sockel sind Reliefs in Bronze gestaltet. In Ihnen wird die Entdeckung Amerikas erzählt. Mit einem Lift können Besucher sogar auf die Aussichtsplattform der Kolumbussäule gelangen und den Blick über den Hafen und die Stadt geniessen!
Gleich danach sind wir auch schon beim alten Hafen von Barcelona, dem "Port Vell" angekommen. Hier lockt uns ein modern gestalteter, mit sanft geschwungenen Metallbögen gesäumte hölzerne Brücke namens "Rambla del Mar"  auf den Moll de Espanya, ein modern gestalteter Hafenbezirk des Port Vell.

Port Vell (alter Hafen)

Der alte Hafen von Barcelona, Port Vell, wurde im Hinblick auf die Olympischen Spiele 1992 vollkommen neu gestaltet und in einen schicken Yachthafen verwandelt. Der größte Teil der Molen wurde in eine Art Erlebniswelt umfunktioniert. Nun befinden sich hier eine Vielzahl von Bars, Clubs und Restaurants. Vor allem am Abend ist der alte Hafen sehr lebhaft, was uns wirklich gut gefallen hat. 
Nachdem wir die Brücke Rambla del Mar passiert haben, stehen wir vor dem modernen Gebäudekomplex Maremagnun, ein grosses Shopping-Center mit Cafés, Kinos und Restaurants. Ausserdem befindet sich hier auch das grösste Aquarium von Europa. Es hat auch viele Sitzgelegenheiten am Wasser, wo wir eine kurze Pause einlegen und die vielen Boote, Yachten und Möven beobachten. Wir geniessen den schönen Augenblick :-)

Weiter gehts dann der Promenade entlang vorbei am Museu d'Historia de Catalunya, zu den goldenen Sandstränden von Barcelona - 4.2 km lange Sandstrand-Abschnitte hat Barcelona zu bieten! Im Januar an den Strand - ein Highlight für uns!  :-) 
Wir begeben uns zuerst zum Abschnitt Platja Sant Sebastià und laufen von dort der Strandpromenade des Platja Barceloneta entlang Richtung Port Olimpic. 

Barceloneta - Der Strand

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Wie viele andere Städte der Welt - einmal von Rio de Janeiro und Sydney abgesehen - haben saubere Sandstrände direkt vor der Haustür? Barcelona hat gleich fast 5 km davon! Der Strand der Barceloneta ist sicherlich einer der bestbesuchten Strände Barcelonas. Der 1.1 km lange Sandstrand verfügt über Duschen, WCs und sämtliche Infrastruktur, die man sich bei einem Stadtstrand wünscht. Im Sommer soll der Strand aber übervoll sein, was man sich ja denken kann. Richtung Port Olimpic sieht man von weitem schon die bekannte Skulptur in Form eines Fisches.

Da wir nun hungrig und müde sind, gehen wir zurück zum Port Vell, wo wir uns ein gutes Restaurant aussuchen, in dem wir Cingalas (Flusskrebse) essen können. Wir entscheiden uns für das "EL REY DE LA GAMBA 2".

Zuerst genehmigen wir uns wieder einen Schinkenteller mit Tomatenbrot als Vorspreise, danach nehmen wir 1 kg Cingalas (die sind sooooooo gut hier!!!) und danach gibts zur Feier unseres ersten Spanientages noch eine Nachspeise: Helmut wählt Crema Catalana - eine typische katalonische Nachspeise und ich entscheide mich für ein Kokos-Eis serviert in einer Kokosnussschale.... *Mmmmmhhhhh* ;-) Das ganze hat natürlich seinen Preis, aber gutes Essen gehört für uns beide zu einem schönen Urlaub dazu, da sparen wir sicher nicht! Alles zusammen hat uns EUR 78.93 gekostet. Trinkgeld muss man übrigens keines geben, und wenn, dann höchstens 1 - 2 Euro!
So neigt sich der 1. Tag dem Ende zu. Wir suchen uns ein Taxi und lassen uns im Hotel total müde, satt und glücklich ins Bett fallen... Wir sind echt gespannt, was uns der morgige Tag bringen wird... Leider vergeht die Zeit immer sooooo schnell!

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